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... zur Dupuytren-Krankheit und zur Behandlung der Dupuytrenschen Fingerkontraktur mit der minimal-invasiven perkutanen Nadelfasziotomie (PNF) zusammen mit einer langfristigen Nacht-Schienung.

Das typische Bild der fortgeschrittenen Dupuytren-Krankheit: Ein kontrakter (gekrümmter) Ringfinger vor und unmittelbar nach Behandlung mittels PNF.

Beim Lesen der Bilder von unten nach oben zeigt sich der Prozess der Fingerkontraktur formal als blockierte Fingerstreckung. Durch den krankheitsspezifischen Umbau des Weichgewebes verliert dieses seine Mobilität. Es wird in der dominanten Beugeformation fixiert und kann bei Fingerstreckung nicht mehr entfaltet bzw. gestreckt werden. Der Finger wird in seiner Beugeposition festgehalten. Im Grundgelenk zeigt sich ein Streckdefizit.

Fingerkontraktur Fingerkontraktur nach Operation

Und hier die gleichen Befunde aus der Nähe. Die Sicht auf das Haut- und Geweberelief und deren Veränderungen kommt oft zu kurz gegenüber der Sicht auf die Streckdefizite und deren Korrektur.

Detailansicht: Fingerkontraktur Detailansicht: Fingerkontraktur nach Operation

Diese Aufsichten lassen den besonderen Behandlungscharakter der PNF sichtbar werden: Das Krankheitsbild kann bei der passenden Indikation schnell und kaum belastend zurückgedreht werden – das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich in erster Linie um eine symptomatische Maßnahme handelt. Die Krankheit verbleibt substanziell in der Hand mit allen Unwägbarkeiten bezüglich der Weiterentwicklung – Unwägbarkeiten, die aber auch jede unbehandelte Dupuytrenhand in sich birgt. Diese Unwägbarkeiten aber können aus den langjährigen Erfahrungen mit PNF und Nachtschienung durchaus beeinflusst werden, sofern Sie sich als Patient bereit erklären, eine Nachtschiene über Monate und Jahre zu akzeptieren. Ein ausschließlich während der Nacht in Streckposition festgehaltener Finger kann von der Dupuytren-Krankheit weniger leicht in Beugeposition festgehalten werden als ein ungeschienter Finger.